Grüne Revolution in Indien – und ihre Folgen

Mit Hilfe der Chemie für Düngung und Schädlingsbekämpfung wuchsen in Indiens Landwirtschaft der 1960er Jahre zunächst die Erträge. Doch inzwischen verringert sich die Fruchtbarkeit der Böden durch die Chemikalien deutlich. Weil immer mehr eingesetzt werden muss, verteuert sich die Bearbeitung. Dazu kommen unbeständigen Jahreszeiten, Hagelstürme und sonst ungewöhnliche Extremwetterereignisse. In der Landwirtschaft seien keine Gewinne mehr zu machen, schreibt Richard Mahapatra im Inkota-Dossier. Der Rückgang der Ernten liegt bei 30 bis 40 Prozent.

Chemische Landwirtschaft und Klimawandel lassen immer mehr Landwirte aufgeben

Von Januar bis November 2021 gingen 5 Millionen Hektar Ackerfläche durch Wirbelstürme, Sturzfluten, Erdrutsche und Wolkenbrüche verloren. Die hohe Verschuldung der landwirtschaftlichen Betriebe durch die hohen Inputkosten und der Zersplitterung des Landes führt zu hohen Suizidraten unter Landwirt*innen und Landarbeiter*innen. Der nationale Aktionsplan zum Klimawandel sei nur mäßig engagiert, schreibt er weiter.

Doch es gibt Lösungen

Die liegen in der agrarökologischen Bearbeitung. Dabei spielt die traditionelle Landwirtschaft eine wichtige Rolle, die die Böden und die gesamte Umwelt wesentlich weniger belastet. Diese Art der Landwirtschaft betreiben vor allem ärmere Landwirt*innen, die in einer geschädigten Umwelt leben. Wenn diese nun für ökologische Leistungen bezahlt würden, könnte so die Landwirtschaft klimaresistenter und in einem die Armut gleich mit verringert werden.

In der europäischen Landwirtschaft steckt sehr viel Geld, auch hier ist es ungleich verteilt. Noch wird die Agroindustrie hoch subventioniert. Wie wäre es, die Subventionen an ökologische Leistungen der Landwirt*innen zu binden?

 

Der Blog geht nun in die Sommerpause, im September geht es weiter.


Quelle: Inkota-Dossier 25
Klimagerechte Landwirtschaft
März 2022