Mit dem Jahresthema «Erde gut, alles gut» von Fairtrade Deutschland steht die Klimakrise mit all ihren Auswirkungen und die Ernährungssicherheit der Menschheit im Fokus. Ein großer Teil der Lösung liegt in der Agrarökologie.

Erde gut, alles gut – es geht weiter

Agrarökologie bedeutet Anpassung an Standortbedingungen und die Unabhängigkeit von klimaschädlichen und teuren Agrarchemieprodukten. Böden und Klima werden geschont, die Artenvielfalt gefördert und den Landwirt*nnen ermöglicht sie ein faires Einkommen.

Pestizide und synthetische Dünger verstärken die Abhängigkeit der Landwirt*innen von Konzernen. Diese Abhängigkeit wird durch die Gentechnik weiter verschärft, denn gentechnisch manipuliertes Saatgut, das gegen Herbizide unempfindlich ist, treibt die Patentierung von Pflanzen voran und verstärkt den Einsatz von Pestiziden, die wahllos Tiere, Pflanzen, Böden und Menschen vergiften. Synthetische Dünger zerstören die Böden, belasten das Grundwasser und tragen bedeutend zur Klimakrise bei, da sie in der Herstellung besonders energieintensiv sind. Und noch immer sind Arbeiter*innen dem Einsatz von Pestiziden während der Arbeit in den Plantagen ausgesetzt, wodurch sie dauerhaft krank werden können.

Eine agrarökologische Landwirtschaft ist krisensicher, weil sie nicht so kostenintensiv ist und Menschen, Umwelt und Klima nicht belastet. Und die Menschen profitieren von einer neuen Vielfalt gesunder, lokaler Nahrungsmittel.

Wie sooft ist hier wieder zu sehen – die Lösungen für all die Krisen sind da.

Der INKOTA-Netzwerk e.V. fordert aktuell zumindest den Exportstopp von Pestiziden, die in der EU längst aus gutem Grund verboten sind, da sie besonders giftig für Mensch und Natur sind. Der Appell kann hier unterschrieben werden.