»The Chocolate War« im Schlachthofkino
Am vergangenen Sonntag hat der Weltladen in Zusammenarbeit mit Inkota e.V. den Film »The Chocolate War« im Schlachthofkino vor zahlreichen Besuchern zeigen können. Vielen Dank an alle, die den verregneten Sonntagnachmittag mit uns dort verbracht haben und für die Spenden, die wir nun an Inkota schicken können, als Dank für die Bereitstellung des Films. Ein großer Dank geht auch an Richard Nüsken für den Raum, den er diesen Themen bietet, und für die unkomplizierte Zusammenarbeit.
Hier ein paar Worte zu den Themen, die nach dem Film aus dem Publikum angesprochen wurden:
Kinderarbeit übersteigt ein akzeptables Maß, wenn Kinder zu jung zu gefährliche Arbeit viel zu lange verrichten müssen, die ihrer Entwicklung schadet, sie krank macht, sie vom Schulbesuch abhält. Wenn sie dann noch weit weg von den Familien auf Plantagen zur Arbeit gezwungen werden ohne Bezahlung, dann ist das Sklaverei.
Bei den meisten seriösen Siegeln gibt es noch Schwächen. Doch es ist schwer, in einem falschen System – Weltwirtschaft – das Richtige zu tun. Konsequent ist dies nur möglich, in einem fairen Handel als Standard. Dafür hat die Bewegung in den letzten 50 Jahren viel Vorarbeit geleistet. Wirklich existenzsichernde Preise können bezahlt werden, wenn auch wir Konsumenten bereit sind, einen Preis zu bezahlen, der dies für alle beteiligten abdeckt. Bisher muss ein erheblicher Kakaoanteil, der fair zertifiziert ist, unfair verkauft werden, weil nicht mehr abgesetzt werden kann. Das bedeutet Einkommenseinbußen für die Produzenten. Trotz Schwächen haben die Produzenten viele Vorteile im Fairen Handel.
Veränderung kann gelingen, wenn der Anblick von Nestlè-Schokolade abstößt und zu fairer Schokolade gegriffen wird, wenn wir mit unserem Konsum ein Statement abgeben.
Was wäre, wenn Unternehmen all das Geld, das sie in Täuschung, Vertuschung und Lobbyarbeit stecken in faire und verlässliche Handelspartnerschaften investieren würden?
Dieser Film ist ein eindrückliches Statement dafür, warum wir faire und transparente Lieferketten brauchen.
