Lieferkette ist überall

Die taz schreibt am 03.06.2025: »Kaffee ist teuer«.
Das dürften viele schon gemerkt haben. 

Laut taz ist Kaffee im April `25 um 12,2 Prozent teurer geworden, während die Lebensmittelpreise insgesamt um 2,8 Prozent gestiegen sind.

Wegen des Klimawandels sinken die Erträge, klassische Regionen werden bald nicht mehr für den Anbau geeignet sein – das gilt auch – wie berichtet – ebenso für den Kakaoanbau – und für Lebensmittel für die Menschen vor Ort. In der Folge wandern Arbeitskräfte ab – also Menschen, die Perspektiven für einen sicheren Lebensunterhalt suchen.

Infolge der geringeren Ernten ist Kaffee so knapp auf dem Weltmarkt, dass die Nachfrage die Produktion übersteigen könnte. Dort werden die Preise bestimmt, von denen die Produzenten nichts haben.
Anders als bei Töpfen oder Fahrrädern, können die Kapazitäten nicht einfach hochgefahren werden, wenn die klimatischen Bedingungen die Ursache für den Ernterückgang sind.

Wenn die Erträge nicht sinken sollen, braucht es eine andere Landwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern müssen auch in der Lage sein, ihre Anbaumethoden an die herrschenden Bedingungen anzupassen, dazu braucht es ganz profan Geld. Das reicht zurzeit meist nicht mal, um alte Bäume zu ersetzen.

Über die Problematik in Honduras und Lösungsansätze wurde an dieser Stelle am 05.02.2025 berichtet. Darin engagieren sich Kooperativen gerade für junge Leute. Sie helfen ihnen bei Krediten, stellen Pflanzen und Gerätschaften zur Verfügung, bieten Fortbildungen an, die den Bioanbau priorisieren.

Solche Initiativen können gut über die Lieferkette gestärkt werden, wie sie im Fairen Handel üblich sind.

Ein guter Green Deal der Europäischen Union, darin ein gutes Lieferkettengesetz hätte das Potenzial für mehr Klimagerechtigkeit und ein besseres Leben für alle.