Im Gepa-Sandgebäck steckt der Rohrzucker der Kooperative Manduvirá aus Paraguay. Auch dieses Beispiel zeigt wieder die Möglichkeiten, die in der Zusammenarbeit liegen.

Manduvirá

Die 1975 gegründete Cooperativa Manduvirá Paraguay zählt heute 17.000 Mitglieder, darunter viele Frauen. Ziel der Cooperative ist die Förderung verschiedener Agrarerzeugnisse und deren Vermarktung zu existenzsichernden Löhnen.

Wegen der ungleichen Bodenverteilung im Land bleiben den Kleinbäuerinnen vergleichsweise kleine Flächen, auf denen sie Zuckerrohr, Gemüse und Früchte anbauen. Dabei dient Zuckerrohr als Haupteinnahmequelle.

Lange konnte die Ernte nur in einer 100 Kilometer weit entfernten Mühle vermahlen werden, bis die Kooperative 2014 eine eigene Zuckermühle eröffnen konnte. Das spart nicht nur Zeit und Geld für den Transport, die Zuckerqualität steigt durch die schnelle Verarbeitung. Außerdem sind hier neue Arbeitsplätze besonders für Frauen entstanden, in der Mühle selber, wie auch für das Verpacken.

Die Kooperative bietet ihren Mitgliedern Dienstleistungen an, wie technische Beratung, Schulungen, günstige Kredite, Sparfonds und kostengünstige medizinische Versorgung. Sie bezahlt einen praktischen Arzt und einen Zahnarzt, die in der Gesundheitsstation im Versammlungshaus für die Mitglieder kostenlos zu erreichen sind.

Durch den Verkauf des Rohrzuckers über den fairen Handel konnten Bauernfamilien ihre Häuser renovieren, nun haben sie einen Stromanschluss und Zugang zu fließendem Wasser.

Doch es gibt noch viel zu tun. Um den Bioanbau zu verbessern und auszubauen, hilft eine wetterunabhängige Komposthalle. Die erste Halle steht, weitere sind in Planung.