Diesmal geht es um Silberschmuck und darum, dass nicht alles perfekt sein kann und trotzdem richtig ist.
Südsinn
Der von Südsinn designte Silberschmuck wird in den Silberschmieden der thailändischen Minderheit der Karen im Nordwesten des Landes hergestellt und von Frauen in Heimarbeit in ihrer freien Zeit durch Schmucksteine ergänzt und aufgezogen. Südsinn trägt die Verantwortung für alle Lieferanten, die sie alle persönlich kennen, wie sie sagen. Auf diese Weise können Frauen, die in der thailändischen Gesellschaft sonst keine Chance auf gut bezahlte Arbeit haben, gut Geld verdienen. Damit wird die Ausbildung der Kinder bezahlt, Saatgut und Konsumgüter gekauft und Krankenhausrechnungen bezahlt, wie Südsinn schreibt.
Sie schreiben auch, dass fairer Handel nicht die Sozialsysteme marginalisierter Regionen ersetzen, wohl aber die Lebensbedingungen vieler Menschen verbessern kann. Dies trägt zu einem Bewusstsein für Würde, Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekt bei. Sie beschreiben fairen Handel als einen Prozess mit vielen Kompromissen. Für Südsinn liegt der bei der Silberbeschaffung, die nicht den fairen Kriterien entsprechen kann, es wäre zu teuer und damit für die Karen-Frauen nicht einsetzbar. So aber können sie unter diesen Arbeitsbedingungen der Armut mit allen Folgen entkommen. Es geht darum, alles zu tun, was möglich ist. Es müsse diskutiert und weiterentwickelt werden.
Diskussion und Weiterentwicklung, das macht den fairen Handel von Anfang an aus. Südsinn ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Entwicklung nur möglich ist, wenn man irgendwo anfängt. Schritt für Schritt wird dann in alle Bereiche vorgedrungen.
