»Chocolate War« – der Film – kommt nach Soest
9 Kilogramm Schokolade verspeisen Deutsche und Schweizer pro Kopf und Jahr. Das ist weltweit betrachtet spitze. Ursprünglich aus Mexiko stammend, wird Kakao seit Ende des 18. Jahrhunderts in afrikanischen Ländern angebaut – und da überwiegend in Westafrika. Über die Hälfte der Ernte kommt aus Côte d`Ivoire und Ghana.
Armut ist das größte Risiko für Kinderarbeit
Wegen der prekären Situation der Bäuerinnen und Bauern müssen allein in Westafrika 1,5 Millionen Kinder im Kakaoanbau unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten. Das heißt, sie sind zu jung für die Arbeit, diese ist zu gefährlich, die Kinder nehmen körperlichen und seelischen Schaden und können nicht zur Schule gehen. 10.000 - 20.000 Kinder arbeiten als Sklaven in Côte d`Ivoire und Ghana, meist verschleppt aus Mali und Burkina Faso.
Erste Erfolge des Kampfes gegen ausbeuterische Kinderarbeit hat die Corona-Pandemie wieder eingerissen.
Um ein US-Gesetz zu verhindern, das die Einfuhr von Kakao verbieten soll, an dessen Ernte Kinder beteiligt sind, unterzeichnen Unternehmen wie Mars, Nestlé und andere, 2001 das Harkin-Engel-Protokoll, worin sie sich verpflichten, bis 2005 »Formen der schlimmsten Kinderarbeit zu beenden«.
Um die Folgen der Selbstverpflichtung der Unternehmen geht es in dem Film »Chocolate War«, den der Initiativkreis Eine Welt Fair Trade Soest in Zusammenarbeit mit INKOTA im Schlachhofkino, am 26. Oktober 2025 um 17 Uhr zeigt.
