Eath Overshoot Day – Welterschöpfungstag
Am 3. Mai waren die Ressourcen, die uns die Erde für Deutschland für ein Jahr bereithält, bereits verbraucht. Das rechnet uns das Footprint-Network im Country-Overshoot-Day aus.
Würden die Menschen in allen Ländern leben wie wir, wären fast 3 Erden notwendig, die Rohstoffe zur Verfügung stellen. Da eben nicht alle Menschen so leben wie wir, reichen weltweit betrachtet 1,7 Erden. Das bedeutet, der Welterschöpfungstag fiel im letzten Jahr auf den 1. August. Da bleibt am Ende der Ressourcen noch ein beachtlicher Teil des Jahres übrig. Wo er in diesem Jahr liegt, wird am 5. Juni bekannt gegeben – am World-Environment-Day – also dem Umweltschutztag.
Das Foodprint-Network legt ihren Berechnungen die Datensätze der UN zugrunde, die zwei bis drei Jahre verzögert zur Verfügung stehen, das bedeutet, die vorliegenden Zahlen von 2024 beziehen sich auf Datensätze, die 2022 bez. 2021 erhoben wurden, während der Coutry-Overshoot-Day aus den Daten des World-Overshoot-Day des vergangenen Jahres abgeleitet werden. Gelistet werden nur Länder, die über dem Verbrauchslimit liegen. Das bedeutet für die Indonesier, dass sie ihre Ressourcen am 18. November verbraucht haben, für die Luxemburger dagegen geschah dies schon am 17. Februar. Deutschland rangiert im oberen Drittel dieser Liste.
Die Forderungen an die Politik sind bekannt, müssen aber immer wieder wiederholt werden, in einer Zeit, in der die neue Regierung das längst überfällige Lieferkettengesetz aussetzt und in der EU darauf drängt, es ganz zu streichen:
Es braucht gerechte Lieferketten, die allen Menschen ein gutes Leben sichern. Produzent*innen müssen ein sicheres Einkommen erhalten, das genug abwirft, um in eine nachhaltige Entwicklung investieren zu können. Dazu braucht es langfristige Lieferverträge, sichere Preise und Prämien. So, wie es im Fairen Handel längst gute Praxis ist.
Was wir alle tun können?
Auch das ist bekannt: Wir können Überkonsum vermeiden, Wegwerfprodukte vermeiden, saisonale und regionale Lebensmittel, faire Produkte oder Secondhand kaufen.
So werden Ressourcen geschont, so wird für mehr Fairness gesorgt.
