Blumen auf den Ostertischen
Ostern ist nicht nur schokoladenreich, es ist auch Blumensaison. Über die Pestizidbelastung und über die Arbeitsbedingungen in der Blumenproduktion zu schreiben, kann als Spaßbremse gesehen werden, aber nur, wenn es keine Alternativen gäbe. Und die gibt es, das zeigt die Slow-Flower-Bewegung.
Immerhin mehren sich die Menschen, denen nicht egal ist, wie Lebensmittel angebaut werden, die auf unsere Tische kommen. Bei Blumen spielt das noch keine große Rolle – sie werden ja nicht gegessen.
Doch das Bodenleben wird auch hier durch Monokulturen und synthetische Dünger geschädigt, Erosion ist auch hier ein Problem und der Pestizideinsatz unterliegt kaum einer Kontrolle – denn die Blumen werden – wie gesagt – nicht gegessen. Rückstände auf den Blumen werden eingeatmet. Noch immer werden Menschen krank, die auf den Farmen arbeiten, während Pestizide ausgebracht werden.
Wie gut, dass viel mehr Blumen mit Fairtrade Siegel produziert werden, als derzeit verkauft werden. Eine steigende Nachfrage kann also schnell gedeckt werden. Für die Produzenten bedeutet das, dass sie die nicht nachgefragten Blumen nicht mehr zu konventionellen Preisen verhökern müssen und ihre Arbeiter angemessener bezahlen können.
Wäre es nicht schön, wenn wir nicht bei jedem Produkt erst Fragen zu seiner Entstehung stellen müssten? Woher kommt es, wie wurde es produziert, können die Menschen gut davon leben, wird niemand ausgebeutet, wachsen Kinder in einer gesunden Umgebung auf, können sie zur Schule gehen?
So lange ein ökologischer, klimaschützender, fairer Handel entlang der gesamten Lieferkette kein Standard ist, müssen wir diese Fragen stellen. Antworten geben eine Reihe Siegel, wie das Fairtrade Siegel.
