Gemeinsam die Vielfalt des fairen Handels entdecken
Das ist das Motto der diesjährigen Fairen Woche vom 12.-26. September.
Darin steckt die gute Nachricht, dass ein gutes Leben auf einem intakten Planeten möglich ist. Dazu braucht es Vielfalt: biologische Vielfalt, Vielfalt der Menschen und die Vielfalt des Engagements.
Das mühsam errungene und noch junge Lieferkettengesetz auf EU-Ebene soll schon wieder aufgeweicht werden, zusammen mit dem Green Deal, mit der Begründung, zunächst die Wirtschaft zu stärken. Noch immer herrscht die Auffassung vor, fairer Handel und Klimaschutz seien ein Luxus für Zeiten einer starken Wirtschaft. Das bedeutet im Umkehrschluss, Wirtschaft funktioniert nur, wenn Verursacher nicht die Verantwortung für die Folgen übernehmen müssen. Also werden weiterhin Erfolge privatisiert und Verluste sozialisiert.
Und noch eine Binsenweisheit: Menschen verlieren zunehmend ihre Lebensgrundlage, in der Folge reisen die, die es können, ihren Produkten in die reichen Länder hinterher, auf der Suche nach einer Lebensperspektive. Dort sind sie nicht willkommen, stattdessen werden Wege gesucht, diese Menschen außen vor zu halten – und diese Wege sind nicht nur irrsinnig teuer, sie verstoßen zunehmend gegen die universellen Menschenrechte. Das Geld dafür stammt aus Steuern, die die Menschen in den Zielländern bezahlen, die die Erzählung von teuren fairen Produkten übernehmen.
Dem steht die Vielfalt entgegen, und zwar, ökologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich – die Säulen einer demokratischen, fairen und nachhaltigen Welt. Darein zu investieren, statt in fragwürdige Abkommen und Zäune, verspräche eine höhere und sicherere Dividende.
Die Zukunftsaufgabe besteht darin, ein gutes Leben für alle auf einem intakten Planeten zu schaffen. Der Faire Handel ist die bessere Alternative zur bestehenden Wirtschaftsform.
