Die Aktion „Süß statt bitter“ – Orangen ohne Sklaverei und ohne Gift: die dritte Lieferung, die am 17. März in Soest eintraf, beendete für uns die Orangensaison 2025/26. 110 Kisten zu je 10 kg wurden verteilt; in der Saison mit ihren drei Lieferungen sind rund 4700 kg Orangen auf direktem Weg von Italien nach Soest gebracht worden und haben ohne Zwischenhandel unsere Endkunden erreicht!

Die nächste Lieferung erwarten wir im Herbst 2026. Alle bisheringen BestellerInnen werden von uns rechtzeitig per mail informiert. Wer erstmals Orangen bestellen möchte, schreibe an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Zum Hintergrund:
In Italien werden afrikanische Migranten ausgebeutet – meist von Kleinbauern, die selbst unter dem Preisdruck von
Supermarktketten stehen. Sie müssen ihre Orangen für einen Preis verkaufen, der kaum die Kosten für das Pflücken
abdeckt. SOS Rosarno in Kalabrien zeigt, dass es anders geht: Der Verein stellt den direkten Kontakt zwischen Bauern,
Arbeitern und Einkaufsgemeinschaften her, ohne Zwischenstufen des Handels. So erhalten Arbeiter und Bauern einen
fairen Preis und können in Würde leben.

Orangen, Zitronen, Grapefruit, Mandeln … Rosarno, die Kleinstadt in Kalabrien, in der Nähe der Stiefelspitze Italiens,
ist ein Paradies auf Erden. Doch nicht für die Bauern und Erntehelfer, die diese und andere Früchte anbauen. Von
November bis April helfen ca. 2.500 Wanderarbeiter, meist afrikanische Geflüchtete, bei der Orangenernte. Sie arbeiten
als Tagelöhner auf den umliegenden Plantagen für ca. 25 Euro am Tag. Kein Lohn, von dem man anständig leben,
geschweige denn eine Miete bezahlen könnte. Den Erntehelfern hausen bei Kälte in Zelten und unter erbärmlichen
Bedingungen.

Doch in Rosarno entstand eine Keimzelle des Widerstands: Eine Gruppe von Aktivisten, Landwirten und Tagelöhnern
gründete den Verein „SOS Rosarno". „SOS Rosarno" beschäftigt die Migranten mit regulären Arbeitsverträgen und zahlt
ihnen Tariflöhne sowie Sozialbeiträge. Der Verein vertreibt Orangen nur von Öko-Betrieben und organisiert den Verkauf
an Bioläden und Gruppen solidarischen Konsums. Über die Evangelische Kirche von Westfalen kann nun auch so fair, der
Soester Weltladen im Grandweg, die fairen Orangen bestellen und verkaufen. Ein Karton mit 10 kg kostet aktuell 35,- €.

Über 5 Tonnen fair produzierte Bio-Orangen konnten insgesamt in den letzten Jahren über unseren Weltladen in Soest verteilt werden!

 


Weitere Infos und Hintergründe zu der Orangen-Aktion:
www.faire-orangen.de