Die Fairtrade-Standards gelten für alle wichtigen Interessengruppen und werden auch von ihnen gemeinsam entwickelt, also von den Produzentennetzwerken, den Kleinbäuer:innen und den Unternehmen. Darin werden alle Akteur:innen verpflichtet, entlang der Wertschöpfungskette soziale, ökologische und ökonomische Kriterien einzuhalten. Als Grundlage dienen schlicht die Menschenrechte.

Neue Fairtrade-Standards für den Kakaoanbau

Nun sind die Standards für den Kakaoanbau ergänzt worden, die in den nächsten zwei Jahren entlang der gesamten Wertschöpfungskette umgesetzt werden müssen.

Produzentenorganisationen sammeln dann Geodaten in ihren Kakaoanbaugebieten, damit Abholzungen besser nachvollzogen und verhindert werden können. Das entspricht im Übrigen auch den EU-Anforderungen. Darüber hinaus wollen sie ihre Mitglieder sensibilisieren und in klima- und umweltschonenden Produktionsverfahren schulen. Zusätzlich müssen sie effektivere Kontrollsysteme etablieren, um Fälle ausbeuterischer Kinderarbeit aufzudecken und zu verhindern.

Diese Maßnahmen sollen das Recht der Kleinbäuer:innen und Unternehmer auf einen angemessenen Lebensunterhalt weiter stärken.

Noch immer werden aus Wirtschaft und Politik heraus Maßnahmen bekämpft, die Menschen vor Ausbeutung und die Umwelt vor Zerstörung schützen sollen. Dazu wird noch immer versucht, Verantwortung möglichst weit wegzuschieben. Hoffnungsvoll stimmt, wie viel selbst im herrschenden globalen System erreicht werden kann, wenn alle Beteiligten ein faires Wirtschaften erarbeiten, erproben und stetig weiterentwickeln. Was wäre erst in einem klaren globalen Rahmen möglich, der sich an den Menschenrechten orientiert, die genau dafür, für eine gerechte, friedliche Welt erarbeitet wurden.

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