Hier gibt es mal wieder ein Portrait einer Organisation, die hinter Produkten steht, die im Weltladen zu finden sind. Dabei wiederholt sich die Geschichte davon wieder, wie in einem starken Netzwerk der Umgang auf Augenhöhe und gezielte Unterstützung Handlungssouveränität und sichere Lebensverhältnisse in einer Umgebung schaffen kann, in der große Armut herrscht.
Palästina: Canaan Fair Trade
Canaan Fair Trade ist eine Fairhandels- und Vermarktungsgesellschaft für etwa 2000 Kleinbäuer:innen, die wiederum in Kooperativen organisiert sind. Kernprodukt ist das Olivenöl aus dem Rumi-Baum, der seit der Römerzeit in Palästina kultiviert wird.
Canaan Fair Trade pflegt direkte Arbeitsbeziehungen zu den Gemeinschaften, vom Anbau über die Ernte bis zur Pressung. Dabei sorgt das Sozialunternehmen für faire Preise entlang der Wertschöpfungskette. Auf diese Weise verbessern sich die Lebensstandards der Kleinbäuer:innen. CFT zahlt den Kleinbäuerr:innen neben Fair-Trade-Prämien auch Bio-Prämien, außerdem vermittelt die Organisation das nötige Wissen zu nachhaltigem Anbau und hilft bei der Umstellung auf Bioproduktion. Neben Olivenöl wird auch mit anderen Produkten gehandelt, wie Mandeln, Sesam und Honig.
Die Palestine Fair Trade Association (PFTA) hat 2005 das Projekt «Trees for life» ins Leben gerufen, mit dem Ziel, palästinensischen Randgruppen durch Fairen Handel zur Teilhabe am sozialen und ökonomischen Leben zu verhelfen. Von jedem über CFT verkauften Liter Olivenöl geht 1 Dollar an «Trees for life», die dann Olivenbaumsetzlinge an die Bäuer:innen verteilt und die lokale Entwicklung und die Vernetzung der Fair-Trade-Bewegung unterstützt.
Engagierte Menschen können auch direkt spenden oder gar Baumpaten werden.