Die Gepa ist eine weitere wichtige Lieferantin des Weltladens. Sie ist Mitte der 1970er Jahre von kirchlichen Entwicklungs- und Jugendorganisationen gegründet worden. Angefangen hat alles mit Kaffee und Kakao.
Gepa
Die Gepa engagiert sich für ein besseres Leben, das von Respekt vor Mensch und Natur geprägt ist. Sie will Qualitätsprodukte anbieten, wozu untrennbar die Wertschätzung der Arbeit der Partner gehört. Durch konkrete Alternativen, Lobby- und politische Arbeit will sie Einfluss auf die Welthandelsstrukturen nehmen und sie verändern. Nicht zuletzt gehört dazu auch die Motivation der nördlichen Verbraucher*innen zu einem anderen Lebensstil.
Das Beispiel der Kakaobauern auf São Tomé zeigt, was das bedeutet
Unter dem genossenschaftlichen Dach der CECAQ-11 sammeln sich 17 Einzelgenossenschaften. Die erste davon wurde Mitte der 1990er Jahre gegründet, nachdem sich viele ehemalige Landarbeiter nach der Landreform als Kleinbauern wiederfanden. Trotz des staatlichen Programms zur gezielten Produktions- und Qualitätssteigerung blieben die Bauern arm, da sie ihre Ernte zu niedrigen Preisen an Zwischenhändler verkaufen mussten. 2009 wurde dann CECAQ-11 gegründet. Nun fermentieren und trocknen die Bauern selber, weshalb sie zu höheren Preisen verkaufen können. Bessere Kenntnisse aus Fortbildungen für beschneiden, fermentieren und trocknen, lassen Ertrag und Qualität und damit die Erlöse für die Kleinbauern weiter steigen. Der Weg zur Biozertifizierung war nur ein kurzer. Da hier auch vorher keine Pestizide und synthetische Dünger eingesetzt wurden, fiel die Umstellungsfase aus. Die Schule ist für die ersten vier Jahre kostenfrei und verpflichtend. Reich sind die Menschen noch immer nicht, doch das Nötigste können sie sich inzwischen leisten. Wichtig daran ist, dass sie wieder Einfluss auf ihr Leben nehmen können. Inzwischen sehen auch junge Menschen wieder eine Zukunft auf der kleinen Insel im Golf von Guinea.