Fair fruchtet

Das ist das diesjährige Thema des Weltladentages am 9. Mai 2026, ein Aktionstag des Weltladendachverbandes e.V.

Zu diesem Anlass wird Gilles Reckinger – Autor des Buches »Bittere Orangen« – am 6. Mai um 19 Uhr im Petrushaus einen Vortrag halten.
Er hat afrikanische Erntehelfer in Kalabrien über längere Zeit begleitet und so die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse und unmenschlichen Lebensbedingungen mit allen Folgen gesehen. 

Fair schmeckt besser

Die Missstände in der Obst- und Gemüseernte in Italien sind gewaltig, aber nicht unabwendbar. Das zeigt der Verein SOS Rosarno in dem sich Orangenplantagenbesitzer, Arbeiter und Aktivisten zusammengeschlossen haben und ausschließlich Bioorangen zu fairen Bedingungen für alle Beteiligten vertreibt. Beliefert werden nur Bioläden und Gruppen des solidarischen Konsums – so wie der Soester Weltladen. Dreimal wird zwischen November und März geerntet und geliefert – direkt, ohne jeden Zwischenhandel. Und frischer als in jedem Supermarkt.

Orangenernte in Italien, Mangos auf den Philippinen

Die Probleme, die der Handel mit Früchten mit sich bringt, sind nur strukturell zu lösen. Wie es gehen kann, zeigen viele Vereine und Organisationen, wie »Süß statt Bitter«, die nach Fairhandels-Prinzipien arbeiten. SOS Rosarno in Italien, Preda auf den Philippinen, beispielsweise, zeigen, wie strukturelle Armut bekämpft werden kann.

Je mehr Menschen bewusst einkaufen, desto größer ist auch die Wirkung all der Initiativen und Kooperativen rund um den Fairen Handel – und vielleicht auch der politische Druck für notwendige Veränderungen hin zu Fairness, Klimaschutz, Gerechtigkeit und Gesundheit.

Dritte erfolgreiche Orangensaison

4,7 Tonnen – 4700 Kilogramm – so viele Orangen wurden in der zurückliegenden Saison in 10-Kilokisten nach Soest geliefert.
Wer im nächsten Herbst auch in den Genuss süßer Orangen ohne bitteren Beigschmack kommen möchte, schreibt eine Mail an

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